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Über Blue Light

Was ist blaues Licht?

Blaues Licht, auch als hochenergetisches sichtbares Licht (HEV) bezeichnet, ist Teil des sichtbaren Lichtspektrums und für das menschliche Auge wahrnehmbar. Es hat eine kurze Wellenlänge, typischerweise zwischen 400 und 490 Nanometern (nm), was mit höheren Energieniveaus einhergeht. Im Gegensatz zu anderen Lichtarten wird blaues Licht vom Auge nicht wirksam gefiltert, sodass ein größerer Teil davon die Netzhaut erreicht.

Blaulicht bietet zwar gewisse Vorteile, wirft aber auch Bedenken hinsichtlich der Augengesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens auf.


Häufige Quellen für blaues Licht

Blaulicht ist in unserem Alltag fast allgegenwärtig. Die Sonne ist die wichtigste Quelle für natürliches Blaulicht, aber auch künstliche Lichtquellen wie Laptops, Smartphones, Tablets, Fernseher und energiesparende Leuchtmittel wie LED-, Leuchtstoff- und Kompaktleuchtstofflampen strahlen erhebliche Mengen davon ab.

Das von digitalen Geräten ausgestrahlte blaue Licht gibt insbesondere aus folgenden Gründen Anlass zur Sorge:

  1. Der geringe Abstand zwischen unseren Augen und den Bildschirmen.
  2. Die längere Nutzungsdauer von Geräten.
  3. Die kumulativen Auswirkungen einer längeren, täglichen Nutzung.


Unterschiede zwischen natürlichem und künstlichem blauem Licht.

Nicht jedes blaue Licht ist gleich. Natürliche Lichtquellen wie Sonnenlicht haben ein breiteres Spektrum, während künstliche Lichtquellen, insbesondere LED-Bildschirme, häufig blaues Licht abgeben, das im Bereich von 435–440 nm konzentriert ist. Dieser Bereich gibt in medizinischen Studien zunehmend Anlass zur Sorge, da er potenzielle Auswirkungen auf die Augengesundheit haben kann.


Vorteile von blauem Licht

Blaulicht spielt eine wesentliche Rolle für die Erhaltung der Gesundheit, sofern man ihm in Maßen ausgesetzt ist. Zu seinen Vorteilen zählen:

  1. Die Aufmerksamkeit steigern
  2. Unterstützung des Gedächtnisses und der kognitiven Funktionen
  3. Die Stimmung verbessern
  4. Regulierung des körpereigenen Tagesrhythmus

Schlafstörungen

Die Nutzung von Bildschirmen am Abend kann die Produktion von Melatonin unterdrücken, dem Hormon, das zur Regulierung des Schlafes beiträgt. Eine übermäßige Belastung durch blaues Licht am Abend kann zu folgenden Problemen führen:

  1. Gestörte circadiane Rhythmen
  2. Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen
  3. Verminderte Aufmerksamkeit am nächsten Tag

Langfristige Gesundheitsrisiken

Eine längere Exposition gegenüber blauem Licht kann mit der Zeit das Risiko für Sehstörungen erhöhen. Zwar sind weitere Untersuchungen erforderlich, um die Auswirkungen auf die Netzhaut zu bestätigen, doch die Gefahr langfristiger Schäden gibt weiterhin Anlass zur Sorge.


Besondere Hinweise für Kinder

Kinder sind aufgrund der noch nicht voll entwickelten Filterfunktion ihrer Augen anfälliger für blaues Licht. Hinzu kommt, dass sie Geräte oft näher an ihr Gesicht halten, was ihre Belastung durch hochenergetisches blaues Licht noch verstärkt.